Marthahaus auf dem Weg
in die neue Normalität


Nach zwei Monaten strenger Isolation ist die Stiftung Marthahaus auf dem Weg in eine neue Normalität: Das Hotel wird wieder geöffnet, zunächst für Geschäftsreisende und in absehbarer Zeit auch für den „normalen“ Hotelbetrieb. Und in den Seniorenheimen können unter besonderen Schutzvorkehrungen auch wieder Besuche empfangen werden. In jedem Fall steht dabei die Vorbeugung von Covid-19-Infektionen an erster Stelle.

Im Hotel Marthahaus erwarten die Gäste hygienisch gereinigte Zimmer und ein Frühstück à la carte anstatt des gewohnten Buffets. Aufgrund der veränderten Wegeführung im Haus sollten Sie beachten, dass der Aufzug von Hotelgästen nicht genutzt werden kann. Bei Bedarf tragen wir Ihren Koffer die eine Treppe zum Zimmer hinauf. Seien Sie, lieber Gast, uns herzlich willkommen!

Im Seniorenheim dürfen seit dem 11. Mai Bewohner und Bewohnerinnen zwischen 13 und 14 Uhr jeweils einen Besucher im Zimmer erhalten. Voraussetzung dafür ist, dass er oder sie gesund ist, nicht aus einem anderen Land eingereist ist und nicht Kontakt mit Covid-19-Infizierten hatte. Eine kurze Unterweisung, eine schriftliche Dokumentation sowie Mundschutz und strenge Einhaltung des Mindestabstandes müssen ebenso gegeben sein.

Wie wichtig für die bei uns lebenden Senioren diese Besuche ihrer Angehörigen sind, haben wir in den letzten Wochen erfahren. Wir sind froh, die Besuche nun wieder ermöglichen zu können, werden aber genau auf die Einhaltung der Vorgaben achten, um die bei uns lebenden Menschen nicht zu gefährden. Wir sind absolut angewiesen darauf, dass die Besucher des Hauses dabei mitwirken. Wenn nur eine einzige Person im Marthahaus mit dem Coronavirus infiziert werden sollte, würde der Besuch vieler Mitbewohner für einen langen Zeitraum untersagt. Das wollen wir unbedingt vermeiden und sind nur aus diesem Grund so streng mit der Überwachung der Besuchsregeln. Bitte haben Sie dafür Verständnis!

Der Zutritt von Therapeuten und Seelsorgern ist unter der Beachtung von Sicherheitsvorkehrungen ebenso wieder möglich, und zwar vormittags an den Wochentagen.

Die Zeit der Isolation war eine Herausforderung für alle, wurde aber hier im Haus durch die verantwortliche Arbeit aller Mitarbeitenden bisher sehr gut bewältigt. Die pflegebedürftigen Menschen konnten an die frische Luft, hatten anregende Beschäftigung und bekamen über Fernsehandacht und Hauskanal Impulse. Sie wurden auch von Angehörigen, Ehrenamtlichen, Kindergarten und Gemeinden mit Bildern, Bastelarbeiten, Videotelefonaten, Hörbüchern, Filmen und Videokonzerten bedacht. Wir sind dankbar dafür!
Für die Mitarbeitenden im Haus bedeuten die neuen Verfügungen nun eine erhöhte Wachsamkeit. Wie gut, dass die bei uns Arbeitenden so verständig und kontinuierlich in ihrer Tätigkeit sind!

Die Arbeit der Begegnungsstätte ist nach wie vor eingeschränkt, denn Gruppenangebote für Senioren dürfen nicht stattfinden. Im Rahmen unserer Möglichkeiten werden die Nutzer der Begegnungsstätte ambulant und individuell betreut.

Wir erleben, dass die Öffnungen von Läden, Schulen und Museen in der Stadt es schwer machen zu begründen, warum Senioreneinrichtungen noch weiter teilisoliert sind. Alte Menschen gelten als Hochrisikogruppe in Bezug auf die aktuelle Infektionslage und ein Ausbruchsgeschehen in einer Gemeinschaftseinrichtung wirkt auch in der Kommune wie ein Infektionskatalysator. Bitte bleiben Sie solidarisch und haben Sie Verständnis für die besonderen Regeln im Seniorenbereich.

Norbert Kreis und Dorothee Fuchs